Freitag, 28. Januar 2011

40

Puh, nun bin ich zurück. Zurück von einer 40-iger Party. Also als Gast. Natürlich gab es letztes Jahr die 40-iger Party des Herrn Schneider. da ich sie ihm aber als Überraschungsparty geschenkt habe, zählt das nicht wirklich, denn somit war ich eher Gastgeber als Gast.

Eigentlich war die Party eben sehr nett. Aber irgendwie auch lahm. So lahm wie wir alle an einem Freitag Abend nach einer arbeitsreichen Woche sind, wenn wir knapp über 29 sind.

When I was young so much younger than today....

Wieso ist es eigentlich seit ein paar Monaten so, dass ich mich so unendlich alt und verbraucht fühle? Liegt es daran, dass alle meine Freunde nun rund um die 40 sind und auch ich dieses Jahr diese magische Zahl erreichen werde? Ist die heutige 40 das, was in der letzten Generation die 30 war?

Mit 40 stehen wir mit beiden Beinen im Leben. Wir haben schon viel erreicht und wollen noch weiter viel erreichen. Für mansche Dinge, ist es dann aber auch schon zu spät. Manche Züge haben den Bahnhof des Lebens bereits verlasen und wir können nichts mehr tun um dafür noch ein Ticket zu lösen und einzusteigen.

Die relavante Frage ist: Wollte ich in diesen Zug? Nein, in die meisten wollte ich eh nicht einsteigen. Aber man fragt mich auch immer weniger, wohin ich denn will und man bietet mir auch immer weniger Zugverbindungen an. Und das nervt mich manchmal. Das gibt mir das Gefühl alt zusein.

Aber vielleicht stehe ich ja auch nur am falschen Gleis und müsste nur den Bahnsteig wechseln....

Donnerstag, 27. Januar 2011

Weiß

Dies scheint die vorherrschende Farbe in meinem Leben zu sein - im Augenblick. Obwohl es vollgestopft ist bis oben hin (was auch immer hier oben ist...), fühle ich mich manchmal leer wie in weißes Blatt Papier.

Dabei gibt es so viel, das mich erfüllt. Ganz abgesehen von Familie und Freunden, die mich natürlich immer erfüllen. Dabei ist bei mir echt auch sonst viel los.

Unser Bau schreitet weiter voran. Und so wie es im Moment aussieht, können wir im Februar schon umziehen. Wir sind gerade dabei alles weiß zu streichen. Neu, unschuldig - bereit bewohnt, erfüllt und befleckt zu werden. Ob ich mich freue? Ja, auf der einen Seite bin ich natürlich heilfroh, wenn diese Baustelle in meinem Leben abgeschlossen ist und wir in einer schönen neuen, großen Wohnung leben.

Zum Anderen ist es aber so, dass damit eine Ära zu Ende geht. Seit ich auf dieser Welt bin, lebe ich hier in diesem Block (Linusine from the block sozusagen). Ich habe hier nun knapp 40 Jahre verbracht und natürlich viel erlebt. Viele Menschen, die ich sehr liebe, wohnen hier.

Ja, ja, ich weiß ich ziehe ja nicht nach München, Berlin oder London (nicht wahr Frau Doktor?), aber für mich - in meiner kleinen Welt - ist das ein sehr großer Schritt. Und da ja die meisten eher etwas ängstlich großen Veränderungen gegenüber stehen - so auch ich - erfüllt mich der Gedanke an den Umzug in ein paar Wochen, meist eher mit Wehmut.

Weiß ist auch eine unserer Hochzeitsfarben (wer hätte das gedacht....). Die tritt zur Zeit viel in den Hintergrund. Ein paar tolle Sachen sind schon in der großen "Hochzeitstüte" und darauf freue ich mich auch sehr. Schade, ist im Augenblick, dass uns der Bau so ziemlich die Haare vom Kopf gefressen hat und das Geld für die Hochzeit knapp werden lässt oder besser gesagt: Eigentlich haben wir im Moment gar keines. Das macht die Planung und Umsetzung nicht leichter. Und das nimmt auch hin wieder den Spaß. Wir haben schon darüber nachgedacht, die Hochzeit zu verschieben. Aber irgendwie habe ich das Gefühl, dass es dann gar nichts mehr wird.

Ach und dann schneit es auch noch weiß vom Himmel. Wer braucht denn das jetzt noch? Könnte denn nicht wenigstens das Wetter mir Frühling und Sonne ins Herz bringen? So, nun für heute genug gejammert. Ich hoffe, wir sehen und morgen (ernstes Vorhaben!).